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Raus aus Gas

Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten: Kosten und Ablauf in Österreich

Was der Umstieg kostet, welche Förderung Bund und Länder zahlen, wie der Tausch abläuft und was aus Therme und Gasanschluss wird.

Gasheizung umrüsten auf Wärmepumpe: Kosten kurz erklärt

Wer im Einfamilienhaus von Gas auf eine Wärmepumpe wechselt, zahlt nach Bosch-Angaben € 20.000 bis 40.000 mit Montage; für ein Luft-Wasser-System rechnet der Klima- und Energiefonds mit etwa € 23.000. Der Bund zahlt beim Ersatz der Gasheizung € 5.000, Landesförderungen kommen je nach Bundesland dazu.

Ob Sie am unteren oder oberen Ende landen, hängt vor allem von drei Dingen ab: ob die vorhandenen Heizkörper mit niedriger Vorlauftemperatur auskommen, ob eine Luft-Wasser-Wärmepumpe reicht oder Erdwärme gewünscht ist, und wie viel Platz für Speicher und Außengerät da ist.

Alte Gastherme wird abgebaut, eine Wärmepumpe übernimmt die Heizung
Aus der Therme an der Wand wird ein System mit Außengerät und Speicher.

Eignet sich mein Haus für den Umstieg?

Die wichtigste Frage ist die Vorlauftemperatur. Viele Gasheizungen sind auf hohe Vorlauftemperaturen eingestellt, weil das bei ihrer Planung keine große Rolle gespielt hat. Für eine Wärmepumpe ist es entscheidend: klimaaktiv hält sie für gut geeignet, wenn am kältesten Tag höchstens 55 °C nötig sind. Ob Ihr Haus das schafft, lässt sich vorab testen. Ein Fachbetrieb kann die Vorlauftemperatur der Gasheizung an kalten Tagen probeweise senken und beobachten, ob alle Räume warm bleiben.

Zusätzlich hilft der Gasverbrauch der letzten Jahre bei der Einschätzung des Wärmebedarfs. Ersetzen kann er die Heizlastberechnung nach ÖNORM EN 12831 bzw. H 7500-3 aber nicht, denn eine zu groß gewählte Wärmepumpe arbeitet weniger effizient.

Ablauf: von der Gastherme zur Wärmepumpe

  1. Bestandsaufnahme: Heizkörper, Rohrnetz, Gasverbrauch, Platz für Außengerät und Speicher.
  2. Energieberatung und Förderung: Auch in der Neuauflage 2026 ist für die Registrierung ein Energieberatungsprotokoll Ihres Bundeslandes nötig, danach haben Sie neun Monate für Umsetzung und Antrag.
  3. Planung: Heizlast, Systemwahl, Speicher, gegebenenfalls einzelne neue Heizkörper.
  4. Montage: Außengerät, Speicher, hydraulische Einbindung, Stromanschluss.
  5. Demontage: Die Gastherme wird ausgebaut, die Gasleitung fachgerecht verschlossen.
  6. Gasanschluss: Mit Netzbetreiber und Gasversorger klären, ob Zähler und Anschluss stillgelegt werden. Hängt noch ein Gasherd dran, bleibt der Anschluss.
  7. Inbetriebnahme und Abrechnung: Einregulierung, Einweisung, Rechnungen für die Förderung einreichen.

Förderung für den Umstieg von Gas: Bund und Länder

Der Bund fördert den Ersatz einer Erd- oder Flüssiggasheizung in der Neuauflage Kesseltausch mit € 5.000 für die Wärmepumpe. Registrieren können Sie sich von 2. November bis 31. Dezember 2026, Leistungen zählen ab 7. Oktober 2026. Mit neuer Sonde oder neuem Brunnen kommen € 5.000 Bohrbonus dazu. Sauber Heizen für Alle, das Programm für einkommensschwache Haushalte, nimmt 2026 keine neuen Registrierungen an und wäre mit dem Kesseltausch ohnehin nicht kombinierbar.

BundeslandLandesförderung 2026 (Auszug)
WienEigenheim 35 %, höchstens € 8.000, plus € 4.000 bei Erdwärme oder Grundwasser
BurgenlandSonderförderaktion Heizungstausch: 30 %, höchstens € 2.000
OberösterreichLuft-Wasser € 100 je kW, höchstens € 1.700; Erdwärme bis € 2.800
Niederösterreichkein Pauschalbetrag, Förderung im Rahmen der Eigenheimsanierung
SteiermarkErsatz einer fossilen Heizung wird 2026 nicht gefördert

Auszug, jeweils mit weiteren Bedingungen. Für die übrigen Bundesländer prüfen Sie bitte die aktuellen Konditionen beim Land. Bund und Land lassen sich grundsätzlich kombinieren, wenn das Land es zulässt und die Summe die Investitionskosten nicht übersteigt. Stand Oktober 2026.

Gibt es eine Pflicht zum Heizungstausch?

Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz ist seit 29. Februar 2024 in Kraft. In Neubauten dürfen seither keine Heizungen mehr errichtet werden, die mit Gas oder anderen fossilen Brennstoffen laufen können. Für bestehende Häuser enthält es keine Pflicht zum Tausch. Wer jetzt umsteigt, tut das freiwillig und mit Förderung.

Hybrid statt Komplettumstieg?

Manche überlegen, die Gastherme für sehr kalte Tage zu behalten. Für eine solche Kombination gibt es vom Bund aber kein Geld. Bei richtiger Auslegung übernimmt die Wärmepumpe auch kalte Tage allein, ein elektrischer Heizstab deckt seltene Spitzen ab. Was eine Wärmepumpenheizung insgesamt kostet, steht unter Wärmepumpe Heizung Kosten. Haben Sie bisher auch Warmwasser über die Therme bereitet, lesen Sie Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser.

Weg vom Gas: Über die Angebotsanfrage melden sich bis zu drei Betriebe aus Ihrer Gegend. Halten Sie Ihre Gasabrechnungen der letzten Jahre bereit.
FAQ

Fragen zum Umstieg von Gas auf Wärmepumpe

Was kostet es, eine Gasheizung auf Wärmepumpe umzurüsten?

Der Umstieg kostet etwa so viel wie jede neue Wärmepumpenheizung: zwischen € 20.000 und 40.000 im Einfamilienhaus laut Bosch Österreich, rund € 23.000 für Luft-Wasser laut Klima- und Energiefonds. Fliegt die Gasheizung raus, legt der Bund über die Neuauflage Kesseltausch € 5.000 dazu. Dazu kommen je nach Bundesland Landesförderungen (Stand Oktober 2026).

Muss ich meine Gasheizung in Österreich tauschen?

Nein, nicht in einem bestehenden Gebäude. Seit 29. Februar 2024 untersagt das Erneuerbare-Wärme-Gesetz Gas- und andere fossile Heizungen nur in Neubauten; eine Austauschpflicht für bestehende Häuser sieht es nicht vor. Der Umstieg wird stattdessen über Förderungen unterstützt.

Kann die alte Gastherme als Reserve bleiben?

Technisch geht das, nur zahlt der Bund dann nichts: Die FAQ zum Kesseltausch schließen Hybride aus Gas und Wärmepumpe aus. Für die Pauschale muss die fossile Heizung ersetzt werden. Eine richtig ausgelegte Wärmepumpe braucht in der Regel keinen Gaskessel als Reserve.

Gas raus, Wärmepumpe rein

Nennen Sie uns Gasverbrauch, Wohnfläche und Heizkörper. Den Umstieg kalkulieren bis zu drei Betriebe aus Ihrer Umgebung.

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